Sicherer E-Mail-Dienst: Das datenschutzorientierte Angebot von Mailfence
E-Mail bleibt ein zentraler Kanal im Alltag, doch Sorgen um Datenpannen und Überwachung bestehen weiter. Mailfence begegnet dem mit einem in Brüssel, Belgien, entwickelten Dienst, der nutzerkontrollierte Verschlüsselung in den Mittelpunkt stellt. Seit dem Start 2013 operiert der Anbieter unter strengen belgischen Datenschutzregeln, die für Datenzugriff gerichtliche Anordnungen verlangen – Anfragen, die laut Transparenzberichten selten vorkommen.
Anders als viele Anbieter, die Inhalte für Werbung scannen, arbeitet Mailfence ohne Tracking, Werbung oder Data Mining. Die Server nutzen Ökostrom, und das Unternehmen veröffentlicht eine transparente Warrant Canary. 2020 blockierten russische Behörden Mailfences SMTP-Server, nachdem das Unternehmen Datenforderungen abgelehnt hatte – ein deutliches Signal für Verlässlichkeit. Meilensteine umfassen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Beta 2016 und mobile Progressive Web Apps 2021. Kostenlose Konten erhalten 500 MB Speicher; bezahlte Tarife skalieren bis 225 GB inklusive Prior-Support. Das passt zu Einzelpersonen, die Big Tech meiden, und zu Teams mit eigener Domain und Benutzerverwaltung.
Mailfence is a Belgian encrypted email service focused on security and privacy, offering OpenPGP-based end-to-end encryption, digital signatures, calendars, and document storage.
Was ist Mailfence?
Mailfence ist eine Webmail- und Kollaborationsplattform der ContactOffice Group, die seit 1999 Online-Office-Tools anbietet. Mailfence selbst startete am 12. November 2013 mit Hauptsitz in Brüssel, Belgien. Im Zentrum steht browserbasierte OpenPGP-Verschlüsselung für E-Mails, Kalender und Dokumente – Inhalte bleiben ohne Nutzerschlüssel selbst für den Betreiber unlesbar.
Der Dienst unterstützt Standardprotokolle wie POP, IMAP, SMTP und ActiveSync in bezahlten Tarifen sowie iOS-/Android-Apps als Progressive Web Apps. Bis zu 200 Aliase in Top-Tarifen, eigene Domains mit DKIM, SPF und DMARC. Kontaktgruppen und Online-Dokumentenbearbeitung runden das Angebot ab. Keine Software-Installation nötig; alles läuft im Browser.
Mailfence interoperiert mit anderen OpenPGP-Diensten – hilfreich in gemischten Umgebungen. 2020 hielt es einer SMTP-Blockade durch russische Provider stand. Spenden aus Ultra-Tarif-Verkäufen gehen an Electronic Frontier Foundation und European Digital Rights. Regelmäßig gehärtete Server passen zum pragmatischen Privacy-Modell.
Wer nutzt Mailfence?
Datenschutzbewusste Einzelpersonen, Journalisten und Aktivisten wählen Mailfence, um Überwachung zu entgehen. Berufe in Recht, Medizin und Finanzen nutzen Signaturen und sicheres Teilen für Compliance. Unternehmen setzen Team-Postfächer, eigene Domains und DKIM/SPF ein, um Zustellbarkeit ohne Vendor Lock-in zu sichern.
Die OpenPGP-Basis passt zu hybriden Setups und spricht IT-Admins an. Kleine Unternehmen schätzen Alias-Limits und skalierbaren Speicher ohne pro Nutzer hohe Grundkosten. Der belgische Sitz zieht EU-Firmen an, die Datenhoheit über US-gehostete Optionen stellen.
Europäischer Vorteil
Hauptsitz in Brüssel, belgischer Datenschutzrahmen innerhalb der EU und DSGVO. Daten bleiben unter europäischer Jurisdiktion, geschützt vor extraterritorialen US-Gesetzen wie dem CLOUD Act. Zugriff erfordert eine lokale gerichtliche Anordnung – eine hohe Hürde, die Transparenzberichte bestätigen.
Die europäische Mannschaft und klare Verarbeitungsgrundlagen unterstützen Verantwortliche bei Informationspflichten. Ökostrom-Server sprechen zusätzlich nachhaltigkeitsorientierte Nutzer an.
Wie Mailfence im Vergleich abschneidet
Mailfence differenziert sich durch standardsbasierte OpenPGP-Verschlüsselung und Interoperabilität – im Gegensatz zu proprietären Systemen oder rein automatischer, aber nicht PGP-kompatibler Verschlüsselung anderer Anbieter. Mehr Aliase und Domains in bezahlten Tarifen als bei manchen Schweizer Alternativen; mehr Kollaborationstiefe als reine Mailbox-Hoster.
Proton Mail bietet einfacheres Onboarding, weniger Office-Tiefe. Tuta verschlüsselt breiter automatisch, ohne OpenPGP-Ökosystem. Posteo setzt auf Einfachheit und grünes Hosting, ohne integrierte Kalender- und Dokumenten-Suite in gleichem Umfang.
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Mailfence hat seinen Sitz in Belgium und steht für europäische Datensouveränität sowie DSGVO-konforme sichere Kommunikation.