Mailo: Datenschutzorientierter E-Mail-Dienst aus Frankreich
In einer Zeit, in der E-Mail-Anbieter Inhalte für Werbung und Datenverkauf scannen, hebt sich Mailo ab. Dieser französische Dienst hält alle Nutzerdaten auf Servern in Frankreich und verspricht, keine persönlichen Informationen zu lesen, zu nutzen oder zu verkaufen. Betrieben von SAS Mailo seit der Umbenennung 2019, bedient er Privatpersonen, Familien, Schulen und Unternehmen mit einer Tool-Suite, die über reine E-Mail hinausgeht. Über 25 Jahre Betrieb reichen bis zu den Anfängen 1998, als die Gründer Pascal Voyat und Philippe Lenoir Francemail starteten – einen mehrsprachigen Dienst per Web, Minitel und Telefon. Heute mit Hauptsitz in Saint-Maur-des-Fossés bei Paris setzt Mailo auf ethische Praktiken angesichts wachsender Bedenken bei der Datenverarbeitung US-amerikanischer Giganten. Das Freemium-Modell beginnt kostenlos mit 1 GB Speicher und skaliert zu Premium-Tarifen ab 1 € pro Monat. Spezialangebote wie Mailo Junior für Kinder ergänzen sichere digitale Kommunikation.
Was ist Mailo?
Mailo läuft als vollständige Webmail-Plattform von SAS Mailo mit Sitz in Saint-Maur-des-Fossés im französischen Département Val-de-Marne. 1998 als Francemail von Pascal Voyat und Philippe Lenoir gegründet, unterstützte der Dienst französischsprachige E-Mail über Internet, Minitel und Telefon. 1999 in FranceMel umbenannt, von der Lagardère Group übernommen und zu NetCourrier. Die Gründer kauften 2007 über Mail Object zurück und brachten bis 2008 eine Web-2.0-Oberfläche. Familien- und Kinderservices folgten 2010, heute als Mailo Junior und Family. Weitere Schritte führten über Net-C 2012, die Übernahme von Alintos Verbraucher-E-Mails 2015 und Mailoo.org 2019 bis zum heutigen Namen Mailo.
Kern ist sicheres Webmail mit POP, IMAP und Exchange ActiveSync zur Gerätesynchronisation. Nutzer erhalten Kalender, virtuelle Festplatte für Cloud-Speicher, Fotoalben und Apps für iOS und Android. Sicherheit über Partnerschaft mit Vade Secure gegen Viren, Spam und Phishing. Daten bleiben ausschließlich in Frankreich, mit strikter No-Scan-Richtlinie und voller DSGVO-Einhaltung. Mailo positioniert sich als europäische Alternative zu amerikanischen Anbietern.
Die Preisgestaltung folgt Freemium: Kostenlos 1 GB E-Mail-Speicher, 500 MB Cloud, fünf Aliase und unaufdringliche Werbung. Premium ab 1 € monatlich für 20 GB E-Mail, 5 GB Cloud (erweiterbar auf 500 GB), 100 Aliase, keine Werbung und Prioritäts-Support. Optionen umfassen Mailo Junior für 6–14-Jährige mit elterlicher Kontrolle, Mailo Pro für Unternehmen, Mailo Edu kostenlos für Schulen und Family-Pakete. Extras decken Domain-Registrierung und Hosting ab. Migrations-Tools erleichtern Wechsel, mit PGP-Verschlüsselung und eigenen Domains. 2015 bot Mailo (erfolglos) an, 500.000 Voila.fr-Nutzer von Orange zu übernehmen – ein Zeichen für Kontinuitätsfokus.
Wer nutzt Mailo?
Mailo spricht datenschutzbewusste Privatpersonen an, die Daten-Harvesting durch Big Tech meiden. Familien nutzen geteilte Kalender und sichere Tools, besonders Mailo-Family-Pakete. Eltern wählen Mailo Junior zur Aufsicht über Kinder-E-Mails ohne Vollüberwachung. Pädagogen und Schulen erhalten Mailo Edu kostenlos für Primar- und Sekundarstufen mit Cloud-Vorteilen. Kleine Unternehmen, Vereine und Kommunen greifen zu Mailo Pro für professionelle E-Mail ohne US-Rechtsrisiken. Französische Wurzeln passen zu EU-Nutzern mit lokaler Compliance. Öffentliche Kundenlisten fehlen, aber 25 Jahre Erfahrung und Migrationen wie Alinto deuten auf stetige Adoption bei kontinuitätsorientierten Gruppen hin.
Europäischer Vorteil
Mailos französische Server garantieren Datensouveränität unter EU-Regeln. Mit Hauptsitz in Saint-Maur-des-Fossés arbeitet das Team vollständig in Europa und vermeidet US-Gesetze wie den CLOUD Act. DSGVO-Konformität ist zentral, mit transparenten Richtlinien: kein Nachrichtenlesen oder -verkauf. Als Privacy-Tech-Mitglied und French-Tech-Teilnehmer priorisiert Mailo ethische Datenverarbeitung. Dies bietet EU-Bewohnern und Organisationen mit sensiblen Daten Sicherheit – im Gegensatz zu Offshore-Speicherung globaler Anbieter.
Wie Mailo im Vergleich abschneidet
Mailo positioniert sich gegen ProtonMail, das ebenfalls Datenschutz betont, aber Schweizer Server und Standard-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzt – Mailo setzt auf optionales PGP und französische Lokalität. Gmail und Outlook.com dominieren mit großen Ökosystemen, scannen E-Mails für Werbung und unterliegen US-Aufsicht; Mailo vermeidet dies mit No-Scanning und EU-Hosting. Kostenlose Tarife entsprechen Gmails Speicher, ergänzen aber Cloud/Kalender ohne Tracker. Premium-Preise unterbieten Proton bei ähnlicher Kapazität und zielen auf Familien und KMU statt tech-lastige Nutzer.
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Mailo aus France bietet Mailo is a privacy-focused French webmail service providing secure email, calendar, cloud storage, and collaboration tools for individuals, families, children, and professionals.